Spatenstich für neue Gewerbeansiedlung in Pfungstadt
Das Unternehmen Fitok errichtet im Gewerbegebiet einen neuen Unternehmensstandort und investiert dafür rund 20 Millionen Euro. Das sind die Hintergründe des Projekts.
Pfungstadt, 03.05.2026 – Vergangene Woche wurde offiziell der Spatenstich für das international tätige Unternehmen Fitok GmbH im Pfungstädter Gewerbegebiet „Breitwieserweg“ vorgenommen und damit offiziell der Bau des neuen Unternehmensstandorts begonnen, mit dem man die Präsenz in Europa stärken und hier mehr als 100 Arbeitsplätze schaffen wird. Integrierte Erweiterungsflächen im hier entstehenden Firmengebäude sowie zusätzliche Reserveflächen auf dem Grundstück ermöglichen zudem ein kontinuierliches Wachstum am Standort.
„Das ist auch für uns in Pfungstadt kein alltägliches Projekt“, bewertet Bürgermeister Maximilian Schimmel das Vorhaben der Firma, die sich auf hochpräzise Fluidsystemkomponenten spezialisiert hat. Das Unternehmen setze mit seinem hier entstehenden Firmensitz ein klares Signal. Schimmel gratulierte Fitok für den Mut zu seinem Bekenntnis zum Standort Deutschland und zum Wachstum in der gegenwärtigen, von Krieg und damit verbundenen Schwierigkeiten gezeichneten Zeit.
„Man sieht die Auswirkungen der Sperrung der Straße von Hormus hier an diesem Vorhaben daran, dass es derzeit keine Dämmstoffe für das geplante Bauwerk gibt“, so Schimmel, der zugleich auf die Bedeutung dieser Ansiedlung für die Pfungstädter Wirtschaft verwies, die damit deutlich gestärkt werde. „Die Wirtschaft ist das Rückgrat unserer Stadt, daher gilt mein Dank auch der Stadtentwicklungsgesellschaft SEG, die hier gute Arbeit leistet“, so der Bürgermeister. Dr. Lukas Longard, Prokurist von Fitok, betonte in seiner Rede zum Spatenstich, dass dieser Neubau der nächste Schritt zum Fitok-Leistungszentrum sei, in dem neben Montage- und Produktionsräumen auch Reinräume für Hightech und bis ISO-Klasse 4 entstehen, ausgelegt für anspruchsvolle Anwendungen in der Halbleiter-, Pharma- und Medizintechnik. „Es ist angesichts der Verlagerung vieler Betriebe ins Ausland keine Selbstverständlichkeit, dass unser Unternehmen am Standort Deutschland festhält“, betonte er und verwies auf Vorteile des Standorts Pfungstadt, etwa durch Absolventen der TU Darmstadt als mögliche künftige Fachkräfte und die Nähe zu europäischen Kunden angesichts der unsicheren Lieferketten durch die aktuelle Weltlage.
Longard dankte der Stadt Pfungstadt und der SEG und verwies wie der Bürgermeister darauf, dass sein Unternehmen damit auch seine Präsenz in Europa stärke und seine Kapazitäten für innovative und neue nachhaltige Technologien weiter ausbaue. Im November 2024 hatte das Unternehmen die entsprechende Planung für den Standort Pfungstadt gestartet und den Bauantrag im September des vergangenen Jahres eingereicht. Zum Jahresbeginn 2027 rechnet man mit der Fertigstellung des Bauprojekts und dem Arbeitsbeginn im Betrieb.
Firma investiert rund 20 Millionen Euro
Der mit dem Vorhaben beauftragte Architekt Jörk Zimmermann dankte ebenfalls sowohl der Stadt als auch der SEG für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen in sein Büro. Er verwies darauf, dass das geplante Vorhaben inklusive des Geländes, des Gebäudes und der Gebäudetechnik am „Breitwieserweg“ eine Investition von rund 20 Millionen Euro umfasse. Das Gebäude selbst hat eine Grundfläche von 9200 Quadratmetern und umfasst sowohl eine Halle als auch zwei Stockwerke für die Verwaltung. Dabei nutze man sowohl die Technik der Wärmepumpe als auch die Photovoltaik. „Zudem wird anstelle einer Versiegelung der Landschaft aller Regen versickert“, versicherte Zimmermann. Selbst die Umfahrt des Gebäudes werde versickerungsfähig gepflastert. Die Halle basiere auf einem Tragsystem mit Stützen, das spare Stahl. Auch Landrat Klaus Peter Schellhaas, der bei diesem Termin nicht persönlich dabei war, sieht in dieser Ansiedlung einen Gewinn für den gesamten Landkreis. „Sie zeigt, wie attraktiv unsere Region für hochinnovative Unternehmen ist, und stärkt unsere Position im Wettbewerb um zukunftsfähige Arbeitsplätze und Investitionen“, so Schellhaas aus Landkreissicht zu diesem Vorhaben.
Die Fitok GmbH wurde 2011 in Deutschland gegründet und ist heute das europäische High-Tech-Kompetenzzentrum der global aktiven Fitok-Gruppe. Deren Produkte werden weltweit in unterschiedlichen Branchen eingesetzt, von der Petrochemie über Öl und Gas, Energieerzeugung, Halbleiterindustrie und Wasserstofftechnologie bis zur Pharmaindustrie.
Die Ansiedlung der Fitok GmbH in Pfungstadt passt, so die Stadt, zu deren Fokus auf nachhaltige Stadtentwicklung, verbunden mit einem weiteren Ausbau des Wirtschaftsstandorts durch die Schaffung neuer Arbeitsplätze und Innovationen, etwa im Bereich der Zukunftstechnologien.

